#offengeht - 5 Jahre nach dem Sommer der Flucht

29.07.2020

Ein realistischer Blick auf das, was seit dem „Sommer des Willkommens“ gelungen, was warum gescheitert und was nun erforderlich ist, um das Recht auf Schutz und Asyl auch in Zukunft zu gewährleisten.

In einer gemeinsamen Erklärung zieht der AWO Bundesverband zusammen mit  Pro Asyl und einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen eine Bilanz der Aufnahme von Geflüchteten seit 2015. Unterzeichnet haben die Erklärung unter anderen der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Neuen Deutschen Medienmacher, landesweite Flüchtlingsräte sowie zahlreiche weitere Organisationen der Asyl- und Integrationsarbeit auf Bundes- und Landesebene.

 „Menschen sind gekommen und das war gut so!“ Menschen sind gekommen, weil sie vor Bomben und Kugeln, vor Terror und politischer Verfolgung, vor Folter und Misshandlung fliehen mussten. Und Menschen haben sie aufgenommen! Der lange Sommer der Flucht im Jahr 2015 traf auf eine lebendige, Humanität, Empathie und die Idee der Menschenrechte verwirklichende Zivilgesellschaft. Schon das allein ist eine Erfolgsgeschichte.
Während die Politik debattierte, machten sich Zehntausende in Deutschland buchstäblich über Nacht auf, um gravierende Leerstellen in der Aufnahme und Versorgung der Geflüchteten zu füllen. Es war über Wochen und Monate hinweg ein kreatives Chaos, in dem Bürgerinnen und Bürger sich als selbstwirksam erlebten, als Individuen, die gemeinsam mit anderen etwas bewirken und verändern konnten. Die Verwaltungen in vielen Kommunen und Gemeinden unterstützten tatkräftig.

Mit den Menschen kamen neue Nachbarinnen und Nachbarn, neue Freundinnen und Freunde in Kindertagesstätten, Schulen, Vereinen, Kommilitoninnen und Kommilitonen, Unterstützerinnen und Unterstützer im Ehrenamt, neue Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz.  Mit den Schutzsuchenden sind Menschen nach Deutschland gekommen, die arbeiten wollen und können. Viele von ihnen sind jung und sie tragen schon jetzt dazu bei, der Überalterung der Bevölkerung entgegenzuwirken. 85 Prozent aller Geflüchteten haben mittlerweile an Sprachkursen teilgenommen. Ihre Integration in den Arbeitsmarkt geht schneller als gedacht. Anfang März 2020 hatte fast jede*r zweite Geflüchtete in Deutschland Arbeit. Die Gesetzliche Krankenversicherung registriert einen doppelten Entlastungseffekt, weil Geflüchtete jünger sind als der Durchschnitt der Versicherten und weniger Leistungen in Anspruch nehmen als gleichaltrige Versicherte. Jedes Semester immatrikulieren sich mehrere Tausend Geflüchtete an deutschen Hochschulen und Universitäten. Allein im Wintersemester 2018/19 waren es 3.788, 18-mal so viele wie im Wintersemester 2015/16. Tendenz weiter steigend. 130.000 geflüchtete Kinder und Jugendliche wurden zwischen Januar 2015 und März 2018 eingeschult.

Eie Erfahrungen seit 2015 zeigen: #offengeht!

Lesen Sie mehr in der Erklärung #offengeht:
https://awo.org/offengeht-5-jahre-nach-dem-sommer-der-flucht

Weitere Nachrichten

Meldung vom 06.07.2020
Kreis Unna/Kreis Warendorf. - Die AWO Ruhr-Lippe-Ems hat jetzt den sogenannten Corona-Pflegebonus an Mitarbeitende ausgezahlt. „Wir haben die Pflegeprämie früh beantragt und diese jetzt als eine der ersten Organisationen in den Kreisen Unna und Warendorf an unsere Mitarbeitenden weitergegeben. Der Bonus ist zumindest eine kleine Anerkennung der herausragenden Leistung in der Krisenzeit“, sagt Magnus Memmeler, Fachbereichsleiter ambulante Gesundheitsdienste und bekennt: „Ich gönne den Mitarbeitenden jeden einzelnen Bonus-Euro von Herzen. Er soll zeigen: Ja, Ihre Arbeit ist systemrelevant.weiterlesen
Meldung vom 03.07.2020
Kreis Unna. Fachkräfte sind gesucht. Auch im Kreis Unna werden immer mehr offene Stellen gemeldet – diese sind aber immer schwieriger zu besetzen. Das Problem ist: Es fehlen die Fachkräfte. Zu diesem Thema hatte Rainer Goepfert, Geschäftsführer der AWO Ruhr-Lippe-Ems, in dieser Woche die Kamener Bürgermeisterin Elke Kappen und Martin Wiggermann, Vorsitzender des Kreisausschusses für Arbeitsmarkt und Wirtschaftsförderung, eingeladen. weiterlesen
Meldung vom 01.07.2020
Kamen/Bergkamen/Lünen.Der ambulante Kranken-und Altenpflegedienst der AWO Ruhr-Lippe-Ems im Kreis Unna hat jetzt die Zertifizierungsprüfung durch den TÜV Rheinland bestanden – trotz Corona bedingter Mehraufwendungen und erhöhter Hygieneanforderungen. weiterlesen
Meldung vom 29.06.2020
Lünen-Brambauer/Kreis Unna. – Das Tagespflege-Angebot der AWO Ruhr-Lippe-Ems für pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren in Lünen-Brambauer konnte auch in der Corona-Krise mit einer Notbetreuung für sechs bis acht Gäste aufrechterhalten werden, während andere vergleichbare Einrichtungen schließen mussten. weiterlesen
Meldung vom 26.06.2020
Bergkamen. Das AWO Familienzentrum Funkelstein, in Bergkamen, hat die richtigen Weichen gestellt: Erzieherinnen und Erzieher entwickelten gemeinsam mit den Kindern ein Bewusstsein für den Klimaschutz und haben sich auf den Weg zur KlimaKita gemacht. weiterlesen
Meldung vom 25.06.2020
Kreis Unna/Kreis Warendorf/Hamm. Nicht nur die Schülerinnen und Schüler erhalten in diesen Tagen ihre Zeugnisse. Auch die AWO Ruhr-Lippe-Ems hält jetzt einen Qualitätsnachweis in Händen und hat eine Prüfung bestanden: das so genannte Überwachungsaudit ihres zertifizierten Qualitätsmanagement-Systems. weiterlesen
Meldung vom 24.06.2020
Die tägliche Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindertageseinrichtungen hat große Bedeutung für Kinder, Eltern und unsere Gesellschaft. Gerade die letzten Wochen mit den massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie haben gezeigt, was in den Einrichtungen für die Gesellschaft geleistet wird. weiterlesen
Meldung vom 23.06.2020
„Wir brauchen jetzt einen Schutzschirm für Kommunen!“ - Diese Forderung des DGB unterstützt die AWO NRW mit allen Kräften. weiterlesen
Meldung vom 22.06.2020
Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist nun endlich an den Start gegangen und kann im Google-Play-Store sowie im Apple-App-Store runtergeladen und auf Ihrem Smartphone installiert werden. Die Corona-Warn-App soll dabei helfen, alle Kontakte einer infizierten Person schnell zu informieren.weiterlesen
Meldung vom 19.06.2020
Kreis Unna. Wer sein Kind in der OGS (Offene Ganztagsschule) angemeldet hat, kann sich seit dem 15.06.2020 freuen: Seit Montag, gelten dort wieder die regulären Betreuungszeiten. Der Ablauf der ersten regulären Öffnungstage und die Einhaltung der Corona-Vorgaben waren Thema eines Austausches zwischen der Geschäftsführung und allen OGS-Leitungen. weiterlesen